Keiner ist so verrückt, daß er nicht noch einen Verrückteren findet, der ihn versteht“

Friedrich Nietzsche

Es mutet schon befremdlich an, welche Fülle an Blüten das Internet täglich treibt. Man kann angesichts des großen Erfolges von „Second Life“ kulturpessimistisch den Kopf schütteln, sich desinteressiert zeigen oder ähnlich dem Springerverlag ein Geschäft wittern. Liest man die special-interest-online Zeitschrift the Avastar (erscheint inzwischen die 20.Woche) durch, fragt mensch sich, ob ein wenig Kulturkritik nicht angebracht wäre.

An dieser Stelle sei der Riesenmaschine gedankt, der auch die Idee zur Überschrift entnommen ist. Ich will meine Kritik allerdings zurückhaltend formulieren, denn ich will ja nicht zum Motzblogger abgestempelt werden, sondern mich in Vermutungen darüber ergehen, wie unsere Zukunft aussehen könnte, die ja nicht durch, sondern mit dem Internet gestaltet wird. Als lesenswerte Einführung zum Themenkomplex „virtueller Exhibitionismus“ empfehle ich diesen Artikel bei Telepolis.

Als ich vor zwei Wochen auf Justin aufmerksam gemacht wurde, der seit mittlerweile 50 Tagen keinen Schritt mehr unbeobachtet macht, habe ich mir kurz überlegt, ob so das Web 3.0 aussehen könnte. Kann es aber nicht, denn als solches wird ja bereits häufiger das Semantische Web bezeichnet.

Um Sinn und Zweck, Chancen und Gefahren des neuen „Mediums“ soll es in dieser Reihe gehen, die unregelmäßig erweitert wird.